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| Partysan
Bayern, Ausgabe September 2010: Mein
schönstes Ferienerlebnis… heute: Buenos Aires
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| Die
Reiseplanung hätte nicht „besser“ sein können, oder soll
man es aufs Schicksal schieben: genau am Viertelfinal-Wochenende
der WM als Gringo bei den Gauchos einen Tourstop einlegen kann
sich als nicht so einfach herausstellen. Vor allem dann nicht
wenn Argentinien trotz (oder wegen?) Maradona eine 4:0 Klatsche
bekommt, nur nicht für Wayne. Aber der Reihe nach. |
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| Ich
war der also quasi Auserwählte / Leidtragende, der trotz
drohender WM-Differenzen die elektronische Völkerverständigung
in Buenos Aires zwischen DE und ARG am ersten Juliwochenende in
die Hand nehmen bzw. durch die Lautsprecher schicken sollte.
Selbst während des 13h Fluges hab ich mir noch keine Gedanken
gemacht, das erste mal bewusst wurde mir das Ausmaß des
Maradona-Fanatismus am Freitag vor meinem Gig im Cocoliche beim
zufälligen Besuch eines Fan-Parks in Buenos Aires, als ich
miterleben durfte wie selbst das Nachbarland Uruguay beim Sieg
gegen Ghana bejubelt wurde. Und "bejubelt" ist dabei
noch die Untertreibung des Jahrhunderts. Alles halb so wild, der
sportliche Showdown dann ja erst am nächsten Tag, während sich
der musikalische ein paar Stunden später zu einer ganz heißen
Sache entwickeln sollte.
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| Beschreiben
kann man`s eh nicht, am besten drückt`s der folgende Zustand
aus: Stell Dir vor Du bist DJ, die Hütte brennt genauso wie die
eigene Blase, aber das Klo liegt im Stockwerk über Dir. Vor die
eine "Mauer" von 300 (wer kenn den Film?)
argentinischen Spartanan, die alles andere wollen als daß Du
eine Pinkelpause einlegst, und dies auch mit lautem Geschrei
Kund tun. "Also gut, her mit dem Sektkübel", und während
dann der lange drumlose Break bei Audion`s "Mouth to Mouth"
(bei dem ich mir dachte ich könnte es mal wieder zocken) die
Meute nur noch weiter anheizte, machte ich ihn voll. Randvoll.
Ein kleiner Seitenhieb an die DJanes dieser Welt an dieser
Stelle muß jetzt sein, sorry: das macht ihr jetzt mal nach! Männer
sind also doch die besseren DJ`s, wir haben ja es immer schon
irgendwie gespürt, und das ist der zugegebenermaßen eklige
Beweis! Aber was hilft`s denn. In die Hose pissen würde ich mir
am nächsten Tag noch genug wenn Deutschland die Maradona-Truppe
wegschießen würde, und ich aufgrund meiner blonden Haare und
blauen Augen beim Verlassen des Hotels als deutscher Gringo
durch San Telmo gejagt werden würde.
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| Legendärer
Abend, super Club, das Coco. Nach so einer Feier verpennt man
dann schnell mal das Spiel, das ja wegen Zeitunterschied schon
um 11:30 Ortszeit beginnen sollte, aber die Quittung für die
Leistung der deutschen Elf gab`s dann am Sonntagmorgen mit
voller Wucht: geplante Afterhour mit Phil Kieran und mir wegen
Staatstrauer abgesagt. Vielleicht besser so, denn wer weiß was
mir Phil als Engländer dann alles so angetan hätte, kann ja
sein daß er Fußballfan ist...
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